25 Mai

Illegale Straßenrennen: Diese teuren Strafen drohen

Die Teilnahme an Straßenrennen ist nicht nur brandgefährlich, sie kann auch teuer werden.

Überhöhte Geschwindigkeit, riskante Überholmanöver, eine Gefahr für sich selbst und seine Mitmenschen: Wer an illegalen Straßenrennen teilnimmt, riskiert nicht nur einen kostspieligen Unfall, sondern auch schwere Verletzungen oder sein Leben. Mit der im letzten Jahr im September in Kraft getretenen „Rasernovelle“ verschärfte sich das Strafmaß erheblich.

Diese Änderungen brachte die Rasernovelle

Schlechte Neuigkeiten für Raser: Die maximale Strafe wurde auf 5000 Euro erhöht und die Mindestdauer des Führerscheinentzugs verdoppelt. Bei Geschwindigkeitsübertretungen im Ortsgebiet von 31-40 km/h über dem Limit drohen nun beispielsweise 150 bis 5000 Euro Strafe. Wer auf einer Freilandstraße mit über 70 km/h zu viel erwischt wird, dem drohen 300 bis 5000 Euro Strafe und der Führerscheinentzug für mindestens drei Monate.

Alle Strafen für Raserdelikte finden Sie hier im Überblick.

Das droht bei Teilnahme an illegalen Straßenrennen

Die Teilnahme an unerlaubten Straßenrennen gilt als „Verhalten, das geeignet ist, besonders gefährliche Verhältnisse herbeizuführen“ bzw. als besondere Rücksichtslosigkeit und ist daher bei der Beurteilung der Verkehrszuverlässigkeit eines Lenkers zu berücksichtigen. Zum Schutz der eigenen Person sowie der anderen Verkehrsteilnehmer wird dieses Verhalten streng geahndet. Zusätzlich zu einer Strafe kann ein Führerscheinentzug von mindestens sechs Monaten angeordnet werden. Spätestens im Wiederholungsfall ist eine amtsärztliche und eine verkehrspsychologische Untersuchung vorgesehen.

Mit einer weiteren – kürzlich beschlossenen – Novelle des Kraftfahrgesetzes sollen Verkehrs-Rowdies noch leichter bestraft werden können: Künftig kann die Exekutive beispielsweise driftenden Autofahrern ohne Vorwarnung die Autoschlüssel und Kennzeichentafeln abnehmen, um sie für bis zu 72 Stunden am Weiterfahren zu hindern. Für solch ein Delikt ist weiters eine Strafe von 300 bis 10.000 Euro vorgesehen, die als Organstrafmandat auch sofort eingehoben werden kann.

Höheres Unfallrisiko durch überhöhte Geschwindigkeit

Der Brems- sowie Anhalteweg werden von Rasern gerne unterschätzt. Wird beispielhaft statt vorgeschriebene 50 km/h mit 70 km/h gefahren, verlängert dies den Bremsweg um ganze 18 Meter. Nicht korrekt eingeschätzt, kann das fatale Folgen nach sich ziehen.

Besonders hartnäckigen Tätern droht eine zusätzliche Konsequenz:  Wer innerhalb von vier Jahren erneut wegen Raserei erwischt wird oder beim ersten Mal gar mit 80 bzw. 90 km/h (Ortsgebiet/Freilandstraße und Autobahn) über dem Limit fährt, muss zu einer verpflichtenden und kostspieligen Nachschulung antreten.

Egal ob bei einem illegalen Straßenrennen oder dem täglichen Pendeln: Wer zu schnell fährt riskiert kostspielige Unfälle, teure Strafen und schlimmstenfalls sein Leben. Deshalb – runter vom Gas!

Das könnte Sie auch interessieren:

Bescheid hochladen