17 Dez

Alkohol am Steuer: Auch an Silvester kein Kavaliersdelikt

Warum auch zum Jahreswechsel das Auto lieber stehengelassen werden sollte und welche Folgen drohen, lesen Sie hier.

Feiernde stoßen mit Prosecco und Sprühkerzen an.

Jahreswechsel bedeutet Partyzeit
Neben Bleigießen, Feuerwerk und süßen Glücksbringern aus Schokolade zählt für viele zu einer Party zum Jahreswechsel auch das eine oder andere Glas Alkohol. Ob der Sekt oder Prosecco zum Anstoßen oder der klassische Verdauungsschnaps nach dem Abendessen – wegzudenken ist Alkohol für die meisten nicht. Doch aufgepasst: Gerade Getränke wie sprudelnder Prosecco werden gerne mit süßen Säften serviert, die den Alkoholgeschmack überdecken und dazu führen, dass man den tatsächlichen Alkoholgehalt unterschätzt. Schneller als erwartet beginnt dann der Alkohol zu wirken und schon geringe Mengen wirken sich negativ auf Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit aus.

Niemals alkoholisiert fahren
Auch wenn man nach der Silvesterparty am liebsten möglichst schnell nach Hause kommen würde und das eigene Auto direkt vor der Türe steht, darf man sich keinesfalls alkoholisiert hinters Steuer setzen. Neben verminderter Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit neigt man in einem von Alkohol beeinflussten Zustand außerdem zur Selbstüberschätzung und kann auch Geschwindigkeiten und Abstände nicht mehr richtig wahrnehmen. Wer dennoch sein Fahrzeug in Betrieb nimmt, akzeptiert nicht nur ein erhöhtes Unfallrisiko, das einen selbst und andere Verkehrsteilnehmer gleichermaßen in Gefahr bringt. Gleichzeitig drohen ab einem Wert von 0,5 Promille Alkoholgehalt im Blut allen Lenkern von motorisierten Kraftfahrzeugen Strafen, Führerscheinentzugszeiten und gesetzlich verordnete Maßnahmen.

Auch zum Jahreswechsel drohen angetrunkenen Fahrern Konsequenzen
Gerade in der letzten Nacht des Jahres kontrolliert die Polizei gerne verstärkt auf den Straßen. Durch Strafen soll betrunkenen Lenkern nicht nur ein Denkzettel verpasst werden – auch zieht die Polizei sie durch die Kontrollen gezielt aus dem Verkehr. Besonders Fahranfänger, die sich noch in der Probezeit befinden, sollten auch zum Jahreswechsel lieber keinen Alkohol trinken, wenn sie mit dem Auto nach Hause fahren möchten. Für sie gilt nämlich an Silvester – wie auch an allen anderen Tagen – die 0,1-Promille-Grenze.

Strafen für alkoholisiertes Fahren
Nicht nur für Autofahrer mit Probeführerschein gelten dieselben Bestimmungen wie im restlichen Jahr. Wird man mit 0,8 bis 1,19 Promille erwischt, kann die Polizei den Führerschein bereits einen Monat lang entziehen. Außerdem muss ein Verkehrscoaching absolviert werden und es ist eine Geldstrafe von € 800 bis € 3.700 zu entrichten. Bei höheren Promillewerten muss auch mit einer Nachschulung und einer verkehrspsychologischen Untersuchung gerechnet werden. Die tatsächliche Höhe der Geldstrafe, die Länge des Führerscheinentzugs sowie die zu absolvierenden Maßnahmen hängen stets von dem gemessenen Promillewert im Blut ab (eine Übersichtstabelle finden Sie im FAQ-Bereich). Auch eine Verweigerung des Alkomat-Tests hat übrigens wenig Sinn: In diesem Fall winkt nämlich automatisch dieselbe Strafe, wie wenn der alkoholisierte Lenker mehr als 1,6 Promille Alkoholgehalt im Blut gehabt hätte.

Zu Silvester Auto stehen lassen
Damit es gar nicht zu der Situation kommt, sollte man nach der Silvesterfeier das Auto lieber stehen lassen. So muss man garantiert keine Strafe entrichten oder verursacht gar einen Unfall, bei dem man selbst oder andere zu Schaden kommen könnten. Am besten macht man sich bereits im Vorfeld Gedanken, wie man sicher wieder nach Hause kommt.

Steigen Sie lieber auf öffentliche Verkehrsmittel um oder greifen Sie auf ein Taxi zurück. Oft kann man sich dieses mit Freunden oder Bekannten teilen, die nach der Feier denselben Weg nach Hause haben! Falls die Silvesterfeier sehr abgelegen stattfindet, ist auch eine Übernachtung in einem Hotel sinnvoll.

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