23 Okt

Betrunken Fahrrad fahren: Das sind die Folgen

Welche Folgen betrunkenes Fahrradfahren nach sich zieht, lesen Sie hier.

Betrunken mit dem Fahrrad zu fahren, kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen.

Dass betrunken Autofahren kein Kavaliersdelikt ist und schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen kann, ist den meisten Leuten bewusst. Der tägliche Blick in die Nachrichten zeigt, welche gravierenden Auswirkungen der Konsum von Alkohol leider viel zu oft hat. Weit weniger Wissen herrscht um das Verhältnis zwischen Alkohol und Radfahren. Gilt die allseits bekannte 0,5-Promille-Grenze eigentlich auch für Radfahrer? Welche Folgen kann es haben, betrunken mit dem Fahrrad zu fahren?

Promillegrenzen auch für Radfahrer

Grundsätzlich gilt: Wer aktiv am Verkehr teilnehmen möchte, tut gut daran, gänzlich auf den Genuss von Alkohol zu verzichten. Dies gilt nicht nur für Autofahrer, sondern ebenso für Fußgänger und auch für Radfahrer. Denn eine Alkoholisierung wirkt sich schon bei geringen Promillewerten maßgeblich auf die Reaktionsfähigkeit und damit auf das Unfallrisiko aus. Bei einem Wert von 0,5 Promille steigt das Risiko zu verunfallen bereits um das Doppelte. Bei 0,8 Promille Alkohol im Blut spricht man bereits von einem fünffach so hohen Unfallrisiko. Ungeachtet dieser Tatsache liegt das gesetzlich erlaubte Alkohollimit für Radfahrer bei 0,8 Promille. Wie auch bei Kfz-Lenkern gibt es bei einer Übertretung dieser Grenze Strafsätze, die von der Schwere des Alkoholisierungsgrades abhängen.

Alkohollimit am Fahrrad und die Strafen

Strafgrund

Strafbetrag

Ab 0,8 Promille (0,4 mg/l Atemluft)800 bis 3.700 Euro
Ab 1,2 Promille (0,6 mg/l Atemluft)1.200 bis 4.400 Euro
Ab 1,6 Promille (0,8 mg/l Atemluft)1.600 bis 5.900 Euro
Verweigerung des Alkotests1.600 bis 5.900 Euro
Beeinträchtigung durch Drogen800 bis 3.700 Euro

Mehr dazu, wie Sie Milligramm pro Liter in Promille umrechnen können, erfahren Sie im Artikel „Milligramm pro Liter in Promille umrechnen: Wie funktioniert das?“

Was sind die Folgen, wenn man alkoholisiert mit dem Fahrrad fährt?

Neben den genannten finanziellen Folgen kann es noch wesentlich weitreichendere Konsequenzen haben, betrunken mit dem Fahrrad zu fahren. Denn auch, wer alkoholisiert am Fahrrad erwischt wird, kann seinen Führerschein verlieren. In betrunkenem Zustand Fahrrad zu fahren, kann ein Hinweis auf mangelnde Verkehrszuverlässigkeit sein. Sollte diese festgestellt werden, steht es der Behörde frei, den Kfz-Führerschein zu entziehen. Bei Führerscheinentzug kann, abhängig von der Schwere der Alkoholisierung, außerdem die Absolvierung eines Verkehrscoachings oder einer Nachschulung angeordnet werden. Darüber hinaus kann ein Entzug des Führerscheins arbeitsrechtliche Folgen nach sich ziehen. Wer alkoholisiert in einen Unfall verwickelt ist, hat überdies mit einem versicherungsrechtlichem Nachspiel zu rechnen.

Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto: Wer aktiv am Straßenverkehr teilnehmen möchte, sollte bewusst auf den Konsum von Alkohol verzichten. Das Risiko zu verunfallen, ist für sich selbst und für andere einfach zu groß, um auf die leichte Schulter genommen zu werden.

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