17 Okt

Promillegrenzen für die Nachschulung

Wann eine Nachschulung zu absolvieren ist und welche Promillegrenzen bei Verkehrsdelikten generell gelten.

Sicht aus Auto - Umgebung ist verschwommen

Teilnahme an der Nachschulung: Ab 1,2 Promille verpflichtend

Wer alkoholisiert ein Fahrzeug in Betrieb nimmt, gefährdet nicht nur das eigene Leben, sondern auch das Leben anderer Verkehrsteilnehmer. Aus diesem Grund ist das Lenken eines Fahrzeugs unter Alkoholeinfluss gesetzlich verboten und es drohen hohe Strafen.

Prinzipiell gilt, wer mit mehr als 1,2 Promille ein Fahrzeug lenkt, muss eine Nachschulung absolvieren. Weiters muss mit einer Geldstrafe gerechnet werden und die Lenkberechtigung wird für mindestens vier Monate entzogen.

Nachschulungen können aber auch dann behördlich angeordnet werden, wenn ein Fahrzeug unter Suchtmitteleinfluss in Betrieb genommen wird, verkehrsauffälliges Verhalten gezeigt wird oder wiederholt Alkohol-Delikte begangen werden.

Zu beachten ist: Für Probeführerscheinbesitzer gelten verschärfte Regelungen, da bereits ab 0,1 Promille eine Nachschulung absolviert werden muss.

Promillegrenzen bei Verkehrsdelikten im Detail

Die Höhe der Geldstrafe, die Länge des Führerscheinentzugs und die zu absolvierende(n) Maßnahme(n) hängen immer von der Schwere des begangenen Alkoholdelikts ab.

Für Führerscheinbesitzer der Klassen A1/A2/A und B sind folgende Rechtsfolgen zu erwarten:

0,5 bis 0,97 Promille
  • Geldstrafe: € 300,00 bis € 3.700,00
  • Maßnahme: Vormerkung
0,8 bis 1,19 Promille
  • Geldstrafe: € 800 bis € 3.700
  • Entzugszeit: 1 Monat (bzw. mind. 3 Monate bei Unfall oder Wiederholung)
  • Maßnahme: Verkehrscoaching (bei Wiederholung Nachschulung)
1,2 bis 1,59 Promille
  • Geldstrafe: € 1.200 bis € 4.400
  • Entzugszeit: mind. 4 Monate
  • Maßnahme: Nachschulung
ab 1,6 Promille oder Verweigerung

Die Rechtsfolgen für Probeführerscheinbesitzer und Führerscheinbesitzer der Klassen AM, C, D und F bis 20 finden Sie hier.

Für Rückfragen zur Nachschulung oder zu den anderen verkehrspsychologischen Maßnahmen, wie dem Verkehrscoaching oder der Verkehrspsychologischen Untersuchung, steht Ihnen unser Service Center gerne entweder telefonisch unter 05 77 0 77-7 oder per E-Mail unter fuehrerscheinweg@kfv.at zur Verfügung.

Bescheid hochladen