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Corona-Krise: Ausnahmen für behördlich verordnete Maßnahmen

Warum Ihr Führerschein aktuell ausnahmsweise nicht entzogen bleibt, wenn Sie Fristen versäumen.

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Nachschulungen und verkehrspsychologische Untersuchungen während der Corona-Krise

Das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie hat am 20. März 2020 mittels Toleranzerlass bekanntgegeben, dass ein situationsangepasstes und flexibles Behördenvorgehen für diverse Fragestellungen des Führerscheinwesens im Zuge der Corona-Krise notwendig ist.

Für behördlich verordnete Maßnahmen wie die Nachschulung und die verkehrspsychologische Untersuchung bedeutet dies konkret:

KEINE VERLÄNGERUNG DER FÜHRERSCHEINENTZUGSZEIT BEI NACHSCHULUNGEN UND VERKEHRSPSYCHOLOGISCHEN UNTERSUCHUNGEN

Wer aufgrund der Corona-Krise seine behördlich angeordnete Nachschulung nicht fristgerecht absolviert und/oder das erforderliche Gutachten über eine durchgeführte verkehrspsychologische Untersuchung nicht fristgerecht erbringt, muss aufgrund der aktuellen Lage nicht mit einer Verlängerung der Führerscheinentzugszeit rechnen.

WIEDERAUSFOLGUNG DES FÜHRERSCHEINS

Der Führerschein wird nach Ablauf der Führerscheinentzugszeit wieder ausgehändigt,  auch dann, wenn der Nachweis über die Teilnahme an der Nachschulung noch nicht erbracht wurde oder noch kein Gutachten über die Durchführung der verkehrspsychologischen Untersuchung an die Behörde übermittelt wurde.

Anmerkung: Da die Behörde jeden Fall gesondert beurteilt, ist es dennoch möglich, dass in diversen Einzelfällen der Führerschein trotzdem entzogen bleibt und nicht wieder ausgehändigt wird. Sollten Sie davon betroffen sein, erhalten Sie nähere Details zu Ihrem konkreten Fall direkt bei Ihrer zuständigen Behörde.

INDIVIDUELLER BEHÖRDENENTSCHEID ÜBER FRISTVERLÄNGERUNG

Nach Wiederaufnahme des öffentlichen Lebens hat die Behörde je Einzelfall festzulegen, innerhalb welcher neuen Frist die Nachschulung und/oder die verkehrspsychologische Untersuchung nachzuholen sind.

NEUERLICHER FÜHRERSCHEINENTZUG NUR DANN, WENN DIE NEUE FRIST NICHT EINGEHALTEN WIRD

Wer die neue behördliche Frist nicht einhält, muss mit einem erneuten Führerscheinentzug rechnen. Dieser bleibt so lange aufrecht, bis die verordnete Nachschulung nachgeholt oder das erforderliche Gutachten über die verkehrspsychologische Untersuchung erbracht wird.


Zur Online-Anmeldung:
www.fuehrerscheinweg.at/nachschulung 
www.fuehrerscheinweg.at/verkehrspsychologische-untersuchung

Kontakt zum Service Center für Rückfragen / zur Anmeldung:
E-Mail: fuehrerscheinweg@kfv.at
Telefonnummer: 05 77 0 77-7

 

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